Archive for Dezember, 2009

Weihnachten – im Stadtrat

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Ach wie harmonisch können doch Sitzungen im Wolfratshauser Stadtrat verlaufen. Wenn man auch etwas neidisch sein könnte, wenn vom Steuerzahler besoldete Bedienstete bereits mit 61 Jahren in den Ruhestand gehen können. Womöglich mit Abschlägen, aber die muß man sich ja auch erst mal leisten können.

Fast kein unrechtes Wort während der gesamten Sitzung. Kann denn nicht immer Weihnachten im Wolfratshauser Stadtrat sein ?

Selbstredend dankten alle dem neuen Pensionisten Struzyna. Vor allem die sichtlich bewegte Carola von den Grünen, aber auch Peter von der CSU dankte dem scheidenden berufsmäßigen Stadtrat Peter in freundschaftlicher Weise, der es seinerseits nicht lassen konnte seinem schärfsten Widersacher in Sachen Loisachhalle (Manfred) versöhnlich auf die Schulter zu klopfen…

Ach war das schön, herzbewegend, einfach weihnachtlich….

Jeder bedankte sich bei jedem, der beim anderen, und nächstes Jahr hauen wir wieder drauf los!? Weihnachten geht auch wieder vorbei.

Und dann stehen wieder die Sachthemen im Vordergrund – wie beispielsweise die Öffnungszeiten der Wolfratshauser Büchereien. Es mangelt sonst wohl an Themen? Weil die Gebührensatzung, über die abzustimmen war, mehrere Jahre (hoffentlich!) gelten wird, waren manche wohl der Ansicht die Öffnungszeiten der Büchereien würden ebenso für die nächsten Legislaturperioden festgeschrieben.

Frau Tilke, liebe CSU, die Öffnungszeiten der Bücherein können täglich abgeändert werden, wenn man das will und/oder dasGeld dafür zur Verfügung steht. Dafür brauchts nicht mal einen Stadtratsbeschluß. Gottseidank!   

S 7 – das wars dann wohl – oder ?!

Samstag, Dezember 12th, 2009

Das Büro Vieregg/Rössler soll also jetzt die S-Bahn retten. Beim Transrapid lagen sie mit ihren Berechnungen goldrichtig, beim Stuttgarter Milliardengrab Tunnelbahnhof wurden ihre Vorschläge gar nicht geprüft. Beide Städte tun gut daran, diese Pläne ernsthaft prüfen zu lassen……

Denn was die amtlichen Auftraggeber in Auftrag gegeben haben und die beauftragten Planer geplant haben, spottet teilweise jeder Beschreibung.

Von den erst hochtrabenden Planungen ist laut den Planern für den WolfratshauserBahnhof nunmehr folgende Lösung übriggeblieben: Ein Prellbock auf dem ersten Gleis!!! Aus den zwei Gleisen im Tunnel wurden quasi über Nacht ein Fahrgleis sowie ein Abstellgleis. Das kann man Abspecken nennen !!!   

Los ging es ja mit einem Ersatzbahnhof (während der Tunnelgrabung) neben dem bestehenden  Bahnhof – aber im ersten Stock. Womöglich mit Fahrstuhl und Rolltreppe für dieses Provisorium. Viel Geld, weches in die Kosten-Nutzen-Analyse einfließt.

Zwischendurch träumte mancher CSU-Stadtrat von einem zweigleisigen Tunnelbahnhof mit MITTELbahnsteig sowie bombensicherer Trennwand zum Industriegleis. Die Kosten konnten einfach nicht hoch genug sein. Der Güterzug könnte aber auch nachts fahren, wenn der Bahnhof geschlossen ist. Ohne zusätzliches Gleis.

Der Güterzug war für die Planer wohl so lang und schwer wie seinerzeit Adolfs Munitionszüge aus Geretsried nach Bichl. Damit konnte für die Planer auch der jetzige Geretsrieder Güterzug mit einer Lok und etwa 2 Waggons die Steigung nach Icking nicht erklimmen.

Bei der Bahn müßte ein (auf der neuen Trasse) die B11 querendes Industriegleis kreuzungsfrei ausgebaut werden. Laut Vieregg/Rössler gibt es eine derartige Bestimmung für Industriegleise nicht.

Man hat wirklich den Eindruck, die Planer wollten diese Bahnverlängerung nie – und haben alles hineingeplant was Kosten verursacht und die Verwirklichung damit erschwert oder gar unmöglich macht.

(Was man den Planern des sogenannten Südrings in München ja auch vorwirft).

Oder die berühmte Frage der bezahlten Gutachter. Was soll denn beim Gutachten herauskommen? Was möchte der Auftraggeber denn hören bzw lesen?

Es war doch ein genialer Schachzug, es der „Einigung“ der beiden Städte anheimzustellen, sich mit dem Bahnübergang abzufinden. Wohl wissend, daß hier erheblicher Wolfratshauser Widerstand besteht.

Vorsichtigerweise hat man noch ein zweites Hindernis eingebaut. Der Südbahnhof bzw. das Gleis dorthin soll in ein FFH-Gebiet gelegt werden. Der Bund Naturschutz wird dagegen klagen. Brüssel wird Schwierigkeiten machen, da diese Vorgehensweise ja nicht alternativlos ist. Muß der Bahnhof halt vor dem FFH-Gebiet liegen. Damit sinkt der Kosten-Nutzen-Faktor unter 1 ……

Einer der beiden Stolpersteine wird schon ausreichen, um diese Pläne nicht weiter verfolgen zu müssen.  

Der Ausschuß tagte und tagte

Samstag, Dezember 12th, 2009

Weil mir der Kinder- und Jugend-Förderverein am Herzen liegt, besuchte ich also diese Ausschußsitzung in welcher Frau Lössel sowie Herr Wittstadt nochmal alles aufboten, um den Ausschuß in seinen Kürzungsplänen was den vorgenannten Verein betrifft nochmal umzustimmen.

Leider ist es ihnen nicht gelungen wenigstens einen Teil der Kürzungen rückgängig zu machen. Die Mehrheit von CSU und Bürgervereinigung sah das mit anderen Augen. Obwohl nunmal Geld welches in irgendeiner Weise für die Kinder und Heranwachsenden ausgegeben wird, gut angelegt ist. Sei es, daß sie sinnvoll beschäftigt werden und dadurch ihren Übermut nicht an öffentlichen Einrichtungen auslassen – oder doch noch einer Beschäftigung nachgehen werden, die es ihnen ermöglicht meine Rente zu bezahlen.

Selbstverständlich sind die Hilfestellungen des Vereins wesentlich umfangreicher als ich dies hier beschreibe. Vom Kind bis zum Heranwachsenden über Mittagessen etc etc

Neu für mich war, daß der Verein bereits unter Bürgermeister Finsterwalder gegründet worden war. Dies muß man vor allen Dingen der CSU immer wieder ins Gedächtnis rufen, die ja immer wieder meinen dies oder das wäre von der SPD initiiert und gegründet, und deshalb müßte da am besten der Pfarrer mit dem Weihwasserkessel endlich mal den Teufel austreiben.  

So schlimm sind die Roten gar nicht. Auch wenn Frau Noisser in der Sitzung mal wieder explodiert ist, weil man zwar beim Kinder- und Jugend-Förderverein kürze, von einer gleichmäßigen Behandlung der verschiedenen Organisationen aber keine Rede sein könne. Leider wurde dies in Königsdorf in der Klausur nicht öffentlich behandelt, weshalb der Bürger hier mal wieder außen vorbleibt, und sich deshalb und darüber kein eigenes Bild machen kann. Aber soll er das ?

Ach ja, anfangs der Sitzung wurde über die beiden Büchereien gesprochen. Nein, über die Erhöhung der Gebühren, über welche in der Sitzung zu beschließen war, wurde nicht gesprochen.

Dafür um so umfangreicher über die Öffnungszeiten, die nicht Bestandteil der Sitzung waren. Der CSU war es wichtig, die Öffnungszeiten der Büchereien besser und gerechter  zu verteilen, als dies die Mitarbeiter der Büchereien mit den Stadtoberen vereinbart haben. Frau Tilke legte große Wert darauf, daß die Öffnungszeiten nicht

18 Stunden pro Woche für die Innenstadt und 10 Stunden pro Woche für Waldram

sondern

16 Stunden pro Woche für die Innenstadt und 12 Stunden pro Woche für Waldram

verteilt werden.

Die CSU hatte einige Schwierigkeiten damit, daß diese Zeiten mit den Mitarbeitern der Büchereien ausgearbeitet worden waren. 14000 Bürger in der Innenstadt, 4000 Bürger um Waldram herum. Auch die Zahlen der Ausleihungen überzeugten die CSU nicht.

Man kam dann letztendlich zum Schluß zum Beschluß, die Mitarbeiter der Büchereien nochmal zu befragen, ob sie denn wirklich bei den von ihnen selbst vorgeschlagenen Öffnungszeiten bleiben wollen – oder nicht doch lieber dem Vorschlag der CSU folgen wollen…..

S 7 – Verlängerung

Dienstag, Dezember 8th, 2009

Die Schranke – die zweitbeste Lösung- ist möglich.

Die Schranke darf allerdings nicht von einem Fahrdienstleiter oder Lokführer betätigt werden – sondern nur und ausschließlich von der S-Bahn selber. Nur so sind die kürzestmöglichen Schließungszeiten gewährleistet

Das kann funktionieren! 

Von Gelting kommend macht das die S-Bahn eh selber. Bei der Ausfahrt von WOR muß der Lokführer die Türen schließen, den Zug in Bewegung setzen und damit die Schranken schließen, so – und nur so – muß es sein!

Was den Rettungswagen betrifft, der beim Ausrücken behindert wird…

Da hat sich ein „Retter“ auf merkur-online gemeldet, der der Meinung ist eine geschlossene Schranke hat auch sein Gutes. Bei geschlossener Schranke kann der Rettungswagen ohne Gegenverkehr bis zu Schranke vorfahren und nach Öffnung der Schranke als Erster weiter in Richtung Stadt fahren.

Des weiteren steht ja auch noch die Königsdorfer Straße zur Verfügung. Die Feuerwehr, um mal die Gegenrichtung ins Spiel zu bringen, kann nach Farchet auch hierüber ausrücken.

Bei jedem (S-Bahn-bedingten) Polizei- oder auch Feuerwehreinsatz steht die S-Bahn in München für geraume Zeit still. Rückt in München die Feuerwehr aus der Blumenstraße (Sendlinger Tor) aus, geht etwa 10 Minuten für Tram oder Auto so gut wie nix.

Im Falle des Einsatzes des Notarztes oder auch der Feuerwehr muß es möglich sein, bei noch nicht freigegebenem Fahrweg für den Lokführer, den Zug „stehen zu lassen“ und den Rettungskräften den Vortritt zu lassen.

Ungehörig empfinde ich es jedenfalls, andere für die „Entscheidungsfreudigkeit“ der Wolfratshauser büssen zu lassen. Wenn wir nicht wissen was wir wollen, können wir nicht immer und ständig andere dafür verantwortlich machen.    

S 7 – Verlängerung

Dienstag, Dezember 8th, 2009

Tja, jetzt werden die Wolfratshauser ausnahmsweise mal wieder Farbe bekennen müssen.

Seit den 30-iger Jahren des vorhergehenden Jahrhunderts wird durch die Wolfratshauser Geschäftswelt – vertreten durch diverse Parteiengruppierungen – zuletzt hieß sie CSU- eine Umgehungsstraße verhindert.

Man wollte nicht, daß die Autos – sprich der Umsatz – einen Bogen um Wolfratshausen macht. Man konnte gar nicht genug Autos und Verkehr in der Stadt haben. Kaum aber wird von einer Verlängerung der S 7 nach Geretsried gesprochen, will man plötzlich von Autos nichts mehr wissen. Wolfratshausen erstickt jetzt im Autoverkehr, den man bis gestern ja noch wollte. Die Worries (also die, die nicht ganz klar im Kopf sind) wollen jetzt auf einmal keine Autos mehr in der Stadt sehen.

Es gibt scheins gute Autos und schlechte Autos. Alle Autos, die in WOR einkaufen wollen, sind gute Autos. Autos, die nur durchfahren wollen ohne Geld dazulassen, sind schlechte Autos.  Wie aber kann man die beiden Autos voneinander unterscheiden ? Ist das vor dem Ladengeschäft im Stau stehende Auto ein gutes oder schlechtes Auto ?

(Herr Fraas führt hierzu in der Sauerlacher Straße seit geraumer Zeit Untersuchungen durch, hat aber noch kein rechtes Ergebnis herausgefunden!?) Scherz!

Laut Herrn Fraas (ILB vom 8.12.09) würden künftig nur etwa 600 Fahrbewegungen entfallen. Wenn das alle wären, die künftig auf die -Bahn umsteigen, bräuchte es sicher keine Verlängerung der Bahn nach Geretsried.

Meines Wissens handelt es sich bei den An- und Abfahrten (incl. Leerfahrten) der RVO-Busse zum und vom Bahnhof  allein schon um etwa 800. Wenn sich diese Busse nicht mehr über Sauerlacher Straße und Wasen quälen… bin ich gerne bereit etwas mehr PKW – Verkehr zu ertragen, von denen die die Sauerlacher Sraße künftig wegen des Bahnüberganges meiden werden. 

Wir dürfen uns nicht wundern. Seit 70 Jahren schieben wir die Verkehrsproblematik vor uns her. Und jetzt plötzlich auf einmal haben wir sie wiederentdeckt. Dank des Wunsches der S-Bahn-Verlängerung. Guten Morgen, Wolfratshausen.

Jahrzentelang haben sich die maßgeblichen Ortsgrößen bemüht, die Autofahrer im Ort zu „halten“. Mit der Schranke kommen diese ihrem Wunsch wieder einen großen Schritt näher !

Die Schnecke schleicht dahin und kostet, kostet

Freitag, Dezember 4th, 2009

Nun haben wir es also schriftlich. Das Gericht hat ( in erster Instanz ) entschieden, die Tölzer  Schnecke hätte niemals sein dürfen

Aber so war das halt früher im Bayernland. Die CSU hatte bei jeder Wahl durchschlagende, hohe Erfolge und mußte deshalb viele Leute in die entsprechenden Gremien wie Gemeinde-/Stadträte, Kreistage, in den Landtag und gar in den Bundestag entsenden.

Da saßen dann mitunter auch Leute, die sich für das Geschehen gar nicht so sehr interessierten oder aus früheren Zeiten einfach gewohnt waren, daß man ihnen sagt wie sie sich verhalten sollten. So kam es, daß die CSU in kleiner Führungsriege Entscheidungen herbeiführen konnte, die die in die entsprechenden Gremien entsandten Personen mehr oder weniger nur durchwinkten, absegneten ohne sich mit der Sache auseinanderzusetzen. Ist ja auch einfacher und weniger arbeitsreich.

So sahen also Alt-Landrat Nagler und der gewichtige Fraktionsvorsitzende Herr Meinl und andere wichtige Persönlichkeiten eine Vision vor sich erscheinen: Blühende Landschaften auf einem alten Kasernengrundstück.

Die Fürther Landrätin Pauli war in diesem Falle schlauer. Sie verschmähte Kasernengrund aus gutem Grund. Die Amerikaner sind ein sehr hygienisches Volk, dem immer und überall Gefahr droht. Deshalb wird lieber etwas zuviel Gift verspritzt als zu wenig. Die Amerikaner gingen….

Nagler und Meinl und einige weitere kamen. Und setzten Geld in den Sand.

Die Sparkasse mußte das Landratsamt übernehmen und dort einziehen. Arbeitsplätze wurden von Wolfratshausen nach Tölz verlagert, um das Gebäude auch auszulasten. Die Kunden der Sparkasse haben also vermutlich auch ihren Beitrag für die Visionen der CSU geleistet. Etwas Rendite dürfte das ja schon gekostet haben. Die Wolfratshauser CSU hat sich natürlich vehement gegen die Verlagerung der Arbeitsplätze ausgesprochen und eine Petition beim bayerischen Landtag eingereicht!?  Machen die doch immer in solchen Fällen!

Die Arge,  Anlaufstelle für Hartz-IV-Empfänger, wurde in die Schnecke verlegt – zwecks Auslastung des Gebäudes. Keinerlei Anlaufstellen in anderen Städten wie Wolfratshausen oder Geretsried. Also auf mit dem Bus nach Tölz, dann mit zusätzlicher Fahrkarte zur Arge im Landratsamt. Die Autofahrer haben es da besser. Die Zulassungsstelle in Wolfratshausen bleibt – nicht zuletzt aufgrund der Resolution der CSU. Den hiesigen Christen steht der Autofahrer halt mal näher als einer dieser Almosenempfänger. Man muß auch Prioritäten setzen können. Logo: Der Autofahrer zahlt Steuern, der andere eher nicht.

Es wäre in Tölz ja auch alles gut gegangen, also unter den Teppich gekehrt worden, wenn nur alle Bürgermeister im Landkreis auch bei der CSU gewesen wären. Nun ist aber die Wolfratshauser CSU zu d…., äh nicht in der Lage, einen Bürgermeisterkanidaten aufzustellen, der auch gewählt würde,…

So kam es, daß dieser Rote aus Wolfratshausen sich erlaubte mal nachzufragen, was diese Großmeierei denn die Landkreisgemeinden anginge. Das wäre schließlich keine Aufgabe des Kreises.

Ach wie war das doch früher bequem, als man es nur mit Seinesgleichen zu tun hatte. Auf einmal diese Umstände!

Nun, der Landrat zog sich aufs Altenteil zurück, versteht die Welt nach wie vor nicht. Der Fraktionsvorsitzende baute sich ein Haus am Kanal und entsorgt Mißliebiges hinterm Haus? Der (ehemalige) Vorsitzende, über alles informierte, alles wissende, alles mitentscheidende kämpft in Brüssel gegen die Bürokratie…. damit künftig wieder alles auf dem kurzen Dienstweg entschieden werden kann ?

Warum von den jungen Leuten keiner mehr zur Wahl gehen mag? Ich kann es nachvollziehen!