Archive for September, 2009

S 7 – Verlängerung ziemlich undurchsichtig

Freitag, September 18th, 2009

Am Rande der Stadtratssitzung war von Seiten der SPD zu vernehmen, der Tunnel solle laut den Planern (bis zu) 8 Meter tief sowie (bis zu) 12 Meter breit werden.

Daraus kann man also schließen, daß der unterirdische Bahnhof zweigleisig mit Mittelbahnsteig sowie erforderlichen zwei Weichen in die Planung aufgenommen wurde.

Jedes Detail welches in die Öffentlichkeit gelangt, wirft mehr Fragen auf als Antworten zu bekommen sind.

Wieso kreuzen die Züge in Wolfratshausen? Warum sollen die Züge an der angeblich teuersten Stelle der Verlängerung kreuzen ? Was für eine Fahrplangestaltung liegt dem zugrunde?

Jeder Feldweg hinter Gelting soll mit einem kreuzungsfreien Bauwerk gekrönt werden, die am meisten befahrene Straße an dieser Strecke soll aber mit einem Bahnübergang „aus Bestand“ versehen werden. Nur weil hier mal die rote Blechtrommel nach Beuerberg gefahren ist.

Ja, ja, es gibt in Deutschland genügend Gesetze für fast alles und jedes. Trotzdem: Es handelt sich nicht um den Neubau einer ICE-Strecke zwischen Nürnberg und Erfurt sondern lediglich um die Verlängerung der Isartalbahn über Wolfratshausen hinaus.

Und man könnte die Sache vielleicht auch etwas „tiefer hängen“.

Wir hatten ja schon mal den Vorschlag den Brückenschlag mittels Sesselbahn oder so vorzunehmen. Eine Schwebebahn wäre sicherlich auch eine Attraktion.

Wenn man nun Wolfratshausen und Geretsried als fast zusammengewachsenes Mittelzentrum (also geographisch) betrachtet, könnte man ja auch Wolfratshausen sozusagen als Hauptbahnhof betrachten. Und am Hauptbahnhof steigt man eben in andere Verkehrsmittel um, die einen ans Ziel bringen.

Eine moderne Trambahn mit entsprechend schnell zu erreichender Höchstgeschwindigkeit könnte die Fahrgäste in Wolfratshausen aufnehmen und dann weiter verteilen…

Trambahnen benötigen im Gegensatz zu einem „Zug“ deutlich kürzere Sperrzeiten an Kreuzungen für die anderen Verkehrsteilnehmer. Und es wären deutlich mehr Haltestellen möglich. Gelting, Waldram, Schulzentrum und und und

Die baulichen Voraussetzungen wären deutlich geringer, die Kosten damit auch. Und die Nutzer hätten womöglich mehr Vorteile als ihnen drei S-Bahnhöfe auf Geretsrieder Flur je  bieten können.

Eine flotte Trambahn könnte wohl näher an die Nutzer herangebracht werden als dies mit einem Bahngleis je möglich sein wird. 

Aber mei. Entweder ICE oder eben gar nix. Alles oder nichts. Mal sehen WANN da WAS draus wird. Da wird man wohl früher durch den Kramertunnel in GAP zum Tanken nach Österreich fahren können, als ein Geretsrieder von München über Wolfratshausen nach Geretsried kommt.        

Innovativer Antrag der CSU – Fraktion

Donnerstag, September 17th, 2009

Also wirklich, wäre dieser Antrag von einer anderen Fraktion eingebracht worden, der CSU – Fraktionsvorsitzende hätte den Antrag genüßlichst und kurzerhand auseinandergenommen.

Er hätte dann vermutlich beantragt, der Stadtrat möge ein Gutachten dem Gutachten vorschalten, um überhaupt zu erfahren was denn der Zweck dieses Gutachtens sein sollte.

Und niemandem in der CSU – Fraktionssitzung, in der ja nicht nur Stadträte sitzen sondern auch andere Leute mit Titeln, ist der Stuß aufgefallen!?

Aber in einem Gremium wie unserem Stadtrat, wo alle Leute zum Wohle der Stadt zusammenarbeiten, ist das ja weiter kein Problem – und so sollte es ja auch sein. So reparierten Stadtrat Praller, Bürgermeister und Verwaltung sowie Herr Bröker den CSU – Antrag. Zusammenarbeit ist eben alles! So wurde präzisiert, daß man aufgrund dieses Gutachens etwas über den kostengünstigen Tunnel der S-Bahn unter der Sauerlacher Straße in Erfahrung bringen möchte.

Gutachten zum Gutachten über die S 7 – Verlängerung

Donnerstag, September 17th, 2009

Nun hat also der Stadtrat beschlossen, ein Gutachten einzuholen ob denn der sogenannte Tunnel vielleicht auch billiger zu bekommen wäre als die Planer dies bislang in Aussicht stellen.

Kann man denn nicht bei den regelmäßig in München stattfindenden Elephantenrunden derlei Auskünfte bekommen ??? Oder ist das alles Staatsgeheimnis ???

Es muß doch Auskunft zu bekommen sein, was die einzelnen Abschnitte der Verlängerung nach Meinung der Planer kosten sollen  – und warum!?

Vielleicht ist es ja plausibel weshalb der Tunnel so teuer sein soll. Vielleicht auch nicht.

Warum werden nur die von den Planern vorgesehenen Kosten für den Tunnel in Frage gestellt ? Will man später für andere Abschnitte wieder Gutachten in Auftrag geben, weil man die Kosten in Frage stellt ?

Dann läßt man doch am besten gleich ein Gutachten über die gesamte Maßnahme machen. Vielleicht haben die staatlichen Planer einfach nicht den richtigen Blick auf die Gesamtmaßnahme – und es wäre vielleicht die ganze Strecke zu einem deutlich günstigeren Preis und damit besserem Kosten-Nutzen-Faktor zu haben ???     

Landwirtschaftsschule

Montag, September 14th, 2009

Die CSU, welche sich ja vehement für die Beibehaltung der hiesigen Landwirtschaftsschule stark macht, hat in etwa sechs Monaten 300 Unterstützer -Unterschriften gesammelt, also etwa 50 Unterschriften pro Monat.

Die Unterschriften sollen demnächst persönlich an den zuständigen Minister Brunner übergeben werden.

Vielleicht wäre es ja sinnvoller und der Sache dienlicher, der Ex-Ex-Ministerpräsident würde sich mal mit dem jetzigen Ministerpräsidenten hierüber unterhalten…

Hat die CSU da eigentlich schon eine Petition an den bayerischen Landtag in dieser Sache eingereicht? Die CSU reicht doch ganz gerne immer wieder mal Petitionen ein…. 

S 7 – Verlängerung

Montag, September 14th, 2009

Was die Kosten für die Verlängerung der Bahn nach Geretsried anbelangt, könnte man ja auch mal darüber nachdenken ob denn vielleicht eine europaweite Ausschreibung weitere Kostensenkungen möglich machen könnte und somit der Kosten-Nutzen-Faktor über die notwendige 1,0 gehievt werden könnte.

Vielleicht gibt  es ja eine bulgarische oder rumänische Firma, die Zugang zu billigem Beton und kostengünstigen Arbeitskräften hat….

Oder man fragt mal bei Berlusconi an, der hat vielleicht einen nahen Verwandten im Süden seines Landes…..  

Einbahnstraße soll jetzt kommen – aber anders

Sonntag, September 13th, 2009

Der Plan zum Umbau der Einbahnstraße wurde also vom Straßenbauamt abgesegnet – was die Möglichkeit des schnellen Rückbaus der vorgesehenen Maßnahmen betrifft.

Schon aber sollen wieder Veränderungen an der Planung vorgenommen werden. So soll zwar am Schwankl-Eck zwecks besserer Querungsmöglichkeit der Straße für Fußgänger die Straßenbreite auf das Mindestmaß verringert werden…sprich der Bürgersteig wird breiter. Gut so!

Aber am Reiser-Eck soll die Verbreiterung des Bürgersteigs jetzt nicht umgesetzt werden, weil da sonst die LKW´s nicht mehr halten und liefern können. Dafür will man auf die geschwindigkeitsreduzierende Engstelle hier verzichten.

Ich nenne diese Stelle der Einfachheit halber „Oppenheimer-Be-und-Entladeplatz“, wo natürlich auch mal jemand parkt, der beim Hofpfister eine Semmel (oder gar ein Brötchen) kaufen will oder womöglich gar mal ein LKW…

Tatsache ist allerdings, daß diese Fläche auch bislang nicht zur Verfügung stand. Die Fläche war bis dato schraffiert, durfte also weder beparkt, nicht zum Ein- oder Ausladen benutzt werden, ja nicht einmal befahren werden.

Wofür haben wir eigentlich eine Überwachung des ruhenden Verkehrs, wenn derlei Verstöße nicht mit einem Ordnungsgeld belegt werden?

Wir Wolfratshauser möchten halt am liebsten eine Fußgängerzone. Freie Fahrt und Parken aber für Anlieferer und Geschäftsinhaber und Kunden natürlich…. und die, die nix konsumieren wollen, sollen gefälligst über die Bahnhofstraße ausweichen….

Und die von der Berggasse dürfen nur noch durchfahren, wenn sie auf dem Weg dorthin im Markt was einkaufen…      

SPD und der Planfeststellungbeschluß

Samstag, September 12th, 2009

Laut dem Leserbrief des Herrn Wensauer kann es die Geretsrieder SPD gar nicht erwarten, daß endlich in Sachen S-Bahn-Verlängerung der Planfeststellungsbeschluß erlassen wird.

Ich nehme mal an, die SPD hat Angst die Angelegenheit wird mal wieder auf Wolfratshauser Art erledigt. Man diskutiert so lange herum über Tunnel, zweifelt jedes Mal an jeder Aussage der Planer, fordert noch ein weiteres Gutachten zu diversen Punkten….

(Man muß aber auch zugeben, daߠman an den Planern sehr wohl Zweifel anmelden kann und auch muß! Ersatzgleis während der Bauarbeiten im 1. Stock, keine gefährlichen Lasten im Tunnel – auch nachts bei geschlossenem Bahnhof?, Steigung für Güterzüge muß eingehalten werden – auch bei einer Lokomotive und etwa 2 Waggons  ?, 2 Gleise im Tunnel – obwohl fahrplantechnisch keine Begegnung stattfindet ?,  Bahnübergang als Altbestand – wegen früherer Munitionszüge im 1000-jährigen Reich und des Schienenbusses Richtung Beuerberg? ….)

Es besteht allerdings auch die Gefahr, daß vor lauter Überlegungen, Diskussionen und Gutachtenforderungen die Maßnahme eben nicht in den nächsten Verkehrswegeplan – oder wie das fachchinesich heißt – hineinkommt und damit eine Verwirklichung in weite Ferne rückt (Beerdigung auf Wolfratshauser Art).

Und bei einem Erreichen – aufgrund vieler Sparbemühungen – des Kosten-Nutzen-Faktors von etwas mehr als 1,0 , wird die Maßnahme nicht gleich an die erste Stelle der bundesweit zu  finanzierenden Investitionen gehievt werden.

Aber vermutlich ist die ganze Aufregung sowieso für die Katz. Denn nach der Wahl wird es sich auch bis zu den Politikern herumsprechen, daß das Geld zwar nicht unbedingt weg ist – aber eben doch mittlerweile ganz woanders. Es ist KEIN GELD da ! 

Ironimus war schneller

Freitag, September 11th, 2009

Ironimus vom Isar-Kurier berichtete die Tage in Versform von der möglichen Verlängerung der S 7 nach Geretsried.

Er sieht die S 7 auf Stelzen gen Geretsried fahren, mit einer wunderbaren Aussicht….

Vor einigen Tagen – auf dem Weg zur Nordsee – mußte ich feststellen, daß beispielsweise in Oldenburg und auch in Bremen mehrgleisige ! Bahntrassen quasi im ersten Stock durch die Stadt geführt werden. Vielleicht hatte die Bahn ja damals schon Angst vor einem Ansteigen des Meeresspiegels…..

Jedenfalls fährt die Eisenbahn hier mehrgleisig im ersten Stock, während sich im Erdgeschoß Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer bewegen – ohne von der Bahn gestört zu werden.

Das wäre ja vielleicht die Lösung unseres Problems ???

Die S-Bahn quert die Sauerlacher- sowie Königsdorfer Straße im ersten Stock, die Autos usw. bleiben im Erdgeschoß. B 11a und Kanal müssen ja ebenfalls überquert werden. Die Stelzen dürften günstiger sein als die Drainage für das querende Isarwasser, welches sonst im Keller durchgeführt werden müßte – was das Bauwerk wohl erst entsprechend teuer macht ?!

Ein Bahnhof  auf Höhe des Restaurants von Möbel Mahler wäre möglich. Das wär doch was!?

Die Bahn auf Stelzen vom alten Wolfratshauser Bahnhof bis Böhmwiese… Etliche Querungen mit der Straße würden sich erübrigen, der Platzbedarf – unter anderem bei Gartenberg – wäre auf ein Minimum beschränkt.

Die CSU (Wolfratshausen) wird natürlich laut aufschreien. Das wollen wir nicht. Wegen der Zerschneidung der Stadt. In München aber hätte der Stelzen-Transrapid vermutlich nie nicht irgendwas zerschnitten. Aber wir sindja auch nicht in München.

Andererseits kennt sich die hiesige CSU ja doch mit Stelzen schon etwas aus. So sollte doch die Entlastungsstraße WOR-GER zur Salzburger Autobahn auf Stelzen durch das FFH-Gebiet Pupplinger Au führen…..(Brunnhuber-Trasse)

Das eine kann man natürlich mit dem anderen mal überhaupst nicht vergleichen, Stelzen auf eigener Flur und Stelzen auf fremder Flur……. 

Aber wenn man schon mal Geld locker machen will für ein weiteres Gutachten…..

Vielleicht liegt der Ironimus vom Isar-Kurier da gar nicht soooo schief…..